INSELFIEBER





ein Elbmärchen ... das Grenzen überschreitet


2010 - still in progress

Gestern. Ich kam auf die Beine, streckte

mich und wusste, dass dieser Tag ein

wunderbarer werden würde. Wir Insolaner

stehen jeden Morgen auf die gleiche Weise

auf. Ich glaube, wir können gar nicht

anders.


Ohne genau darüber nachzudenken, schlüpfte ich bei Sonnenaufgang in meine Klamotten und

stürmte hinaus. Um was zu tun?

Nichts.


Ich liebte es, die Erste auf der Straße zu sein und mich vom Treiben meines Ortes inspirieren

zu lassen...


Ungefähr vor einem Jahr hatte ich meine erste große Krise. Ich war davon ausgegangen, frei

zu sein. Es traf mich wie ein Blitz. Um Mitternacht wurde ich wach. Schweiß gebadet aber

endlich überzeugt, das Richtige zu tun. Ich tastete mich im Halbdunkel vor, um die große

Schere aus meiner rechten Schreibtischschublade heraus zu fischen und befreite mich. Die

Folgen; ich setzte meinem Marionetten-Dasein ein Ende und schnitt meine

Silikonverbindungen zur Bewegungssteuerung und dem zentralen Datenspeicher durch.

Einfach so, es war kinderleicht. Ich hatte erwartet, einen Zusammenbruch meines Körpers zu

erleben, aber das geschah nicht. Stattdessen kotzte ich. All die überflüssigen

Zurechtweisungen würgte ich nach und nach aus mir heraus. Schluss mit dem Eingeengt sein!


Na ja fast- wir waren Gefangene im Netz der Zeit und diese hanseatische Hoheit, wir nannten

ihn auch unseren Sonnenkönig KHAN, kontrollierte uns. Er hatte tatsächlich die Vorstellung,

unsere Inselwelt neu zu definieren... nur weil der einsame Wolf, Atlatus und die Schnaken

manchmal ihr Engagement übertrieben...



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