2018/19

geheime Orte und seltene Insulaner

Kooperation tut gut.

Unsere Verbindung mit dem Kunstverein Harburger Bahnhof hat mit Sympathie und Können zu tun.


Eine andersartige Begegnung mit Wilhelmsburg... 

WIR DREHEN EINFACH ALLES UM...

300 von uns haben seltene Insulaner portraitiert und geheime Orte besucht. In einer großen Ausstellung im Kunstverein Harburger Bahnhof beobachten wir Veränderungen und bauen Wilhelmsburg einfach um. Wir verwandeln den Innenraum zum Außenraum. Aus Stühlen und Tischen unserer Klassenräume entsteht die übermalte Ta´cha Anhöhe im Wes­ten der Insel. Wir fragen uns; wer wir sind, wie wir konsumieren und in welcher Welt wir leben möchten. Unsere Wolken, Berge, Bäume, Früchte und Teppiche erzählen ein Elbmärchen, dessen Bewohner und Geister sich von den guten Früchten des Wunderbaums ernähren und darauf warten, gezeigt zu werden.

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© Tomas Engel

... es hatte geregnet und die Erde hier auf der Insel war dunkelgrau. Das lag an dem alten Kraftwerk- westlich hinter den Bergen gelegen. Das sei gut für uns, hatten sie gesagt. Nun, im Hier und Jetzt ist die Luft angehäuft mit merkwürdig tanzenden Partikeln die alle samt ungefragt in meine Lunge wollen.

Wilhelmsburg hatte sich verändert...

Wilhelmsburg?

Wo zur Hölle liegt das denn?

Diese Frage darf ich regelmäßig beantworten. Es macht mir nichts aus. Hochgezogene Augenbrauen kombiniert mit einer „WIE-KANN-MAN-DAS-DENN-ERTRAGEN“ Skepsis geben mir jedes Mal erneut das Gefühl, in Sachen Heimatkunde Gutes zu tun. Also hier ist meine Antwort: „das ist meine Insel. Mein Ort. Heimat ist da, wo mein Tisch steht und der steht gleich am Kanal. Basta.“

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© Tomas Engel

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© Tomas Engel

Unser Kunstunterricht ist ein Experiment und das nicht erst seit gestern. Diesmal wollen wir mehr über das Ausstellen lernen. Ein Schüler-Kuratorinnen/ Kuratoren-Team übernimmt die künstlerische Leitung für unsere Ausstellung. Wie das geht, haben wir auch bei den Profis des Kunstvereins Harburger Bahnhof gelernt. Wir sind unterwegs ins Leben und wollen mutiger werden- denn bei uns gibt es Absolute Kunst. Die entsteht durch Vordenken, einen langfristigen Prozess und die Überwindung beschwerlicher Wege; immer mit dabei Gundi Wiemer, Künstlerin und unser Coach.

Wir alle brennen gemeinsam mit Charlotte Elsholz, Anke Kaphengst, Annette Hans und Rebekka Seubert für die Kunst und unser Projekt. Das hat auch die Deutsche Bahn überzeugt. Teile unserer Landschaft tauchen im Bahnhofsbereich auf und tragen das Gute unserer Früchte weiter ins Leben. 

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